Es ist seit langem bekannt und wissenschaftlich gut belegt, daß Achtsamkeit und therapeutische Berührung eine Heilwirkung auf den Menschen haben.

Depressive Menschen leiden an einem Mangel an Achtsamkeit, sie haben eine geringe Selbstwahrnehmungssicht, welche das Erkennen und Reflektieren von destruktiven Regelkreisen wie negative Gedanken und Gefühle, Angst, Anspannung, körperlichen Schmerzen, Erschöpfung und innere Unruhe erschwert.

Der früheste Dialog zwischen Menschen besteht aus Berührungen. Demnach bauen die ersten emotionalen Bindungen des Kindes mit der Mutter auf körperlichem Kontakt auf. Dies ist das Fundament für die weitere emotionale und intellektuelle Entwicklung. Fehlt diese Achtsamkeit und Berührungsbindung oder ist sie nur teilweise präsent,  kann dies ein ursächlicher Faktor für spätere Dispositionen und Depressionen sein.

Was ist Achtsamkeit?  Achtsamkeit ist eine natürlich Geisteshaltung und bedeutet bewusste nicht -wertende Aufmerksamkeit und Akzeptanz der Gegebenheiten. Ich bin präsent im gegenwärtigen Augenblick, im Hier und Jetzt. Ohne etwas zu filtern zu etikettieren, zuzuordnen oder zu interpretieren. In Achtsamkeit werden wir nicht in das Beobachtete hineingezogen, wir sind nicht damit identifiziert. Wir lassen Sein.

1987 wurde in einer Studie in Los Angeles mit dem Neuropsychater Prof. Dr. Jeffrey Schwartz nachgewiesen, dass Achtsamkeit die Kraft hat, fehlerhafte Gehirnfunktionen systematisch zu verändern.

Berührungen

Lange bevor wir sprechen können, lernen wir durch Körperkontakt und Berührungen. Diese Erfahrungen prägen sich tief in unseren Körper und unsere Psyche ein. Ob wir uns geborgen und willkommen zu fühlen oder nur geduldet oder sogar abgelehnt, hängt von der Berührungsqualität der sprechenden Hände von Mutter und Vater in der ersten Lebensphase ab. Bleibt dieses grundlegende Berührungsbedürfnis unbefriedigt, entwickelt der Säugling extreme Ängste die zu ernsthaften Störungen führen.

Berührungsmethoden zählen zu den ältesten Heilmethoden und werden in allen Kulturen seit Jahrtausenden angewandt. Ihr therapeutische Wirkung ist seit Jahrhunderten belegt, genauso wie die Auswirkung des Mangels an Berührung.

Synergie von Achtsamkeit und Berührung in der Massagetherapie

Achtsamkeit und Berührung die eine sichere Bindung vermittelt, erzielen hoch signifikante Ergebnisse. Die Kombination zeigt eine generelle Verbesserung von (depressiven) Verstimmungen, Reduktion von Schuldgefühlen, Abnahme von Durchschlafstörungen, Zunahme der Motivation an Alltagstätigkeiten, Reduktion von Angstgefühlen, Verbesserung der sensomotorischen Fähigkeiten. Somit ist die Massagetherapie meines Erachtens die schnellste und einfachste Therapie ohne Nebenwirkungen.

Es läßt außerdem den Schluss zu, dass achtsame Berührungstherapie den frühkindlich erlebten Berührungsmangel, der im Gedächtnis gespeichert ist, überschrieben werden kann und einen wirkungsvollen Weg aus Krankheiten, insbesondere aus der Depression,  aufzeigt.

Sonja Moria Zakrzewski  – Fachpraxis für Ayurveda Therapien und Massagen, Neuss

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